Eine Besonderheit an unserem Beruflichen Gymnasium ist die in Sachsen einmalige und europaweit akkreditierte Zusatzqualifikation EBBD. Sie vermittelt eine europäische Qualifizierung, die über den sächsischen Lehrplan hinausgeht. Das ermöglicht sowohl im Studium als auch auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen.
Unter dem Motto "Studying. Working. Living. In Europe." erwerben begabte und besonders leistungsbereite Schülerinnen und Schüler bei uns zusammen mit dem Abitur weiterführende Kompetenzen in den Bereichen Wirtschaft, Sprachen, Softskills und internationale Begegnung.

EBBD steht für:
EUROPEAN
Du nimmst eine europäische Perspektive ...
BUSINESS
... zu wirtschaftlichen Problemstellungen ...
BEHAVIOUR
... bei gleichzeitiger Entwicklung Deiner Softskills ...
DEMOCRACY
... als fremdspracheninteressierter und mitbestimmender Jugendlicher ein.

eine weitere Fremdsprache
internationale Projekte - unterstützt durch Erasmus+

Zwischen dem BSZ 1 Leipzig und dem Lycée Ampère Lyon besteht eine langjährige Schulpartnerschaft. Regelmäßig bearbeiten die Lernenden des Leistungskurses Volks- und Betriebswirtschaftslehre (bilingual) unseres Beruflichen Gymnasiums und die Studenten des Lycée Ampère Lyon gemeinsame Projekte. So auch im Schuljahr 2024/2025.
Marktanalyse und Marktforschung
Im Zeitraum November 2024 bis März 2025 haben die Gymnasiasten der Jahrgangsstufe 12 unseres Beruflichen Gymnasiums (mit der Zusatzqualifikation EBBD) zusammen mit Studierenden der französischen Partnerschule einen länderübergreifenden Arbeitsauftrag mit dem Schwerpunkt Marktanalyse und Marktforschung ausgearbeitet. Unter dem Projekttitel "Einführung eines französischen Produkts auf dem deutschen Markt" sollte geprüft werden, wie, wann und unter welchen Rahmenbedingungen eine solche Einführung möglich ist. Zusätzlich führten Lernende einer weiteren spanischen Partnerschule aus Barcelona (Institut Poblenou ECAIB) die Marktforschung für ihren heimischen Markt durch.
Gruppenarbeit als sprachliche Herausforderung
Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten mit den französischen und spanischen Partnern in gemischten Gruppen, deren Endergebnisse gemeinsam im März 2025 am Lycée Ampère in Lyon präsentiert wurden. Dazu hatten die Lernenden aus allen drei Teilnehmerländern zwei weitere Tage Zeit, ihre Marktforschungsergebnisse auszuwerten und Empfehlungen für die französischen Unternehmen abzuleiten. Die Arbeitssprache Englisch verhalf den trilateralen Gruppen dabei, die Hürden der Kommunikation innerhalb der Gruppen zu meistern.
Am Ende der Vorbereitungsphase in den Gruppen standen die Abschlusspräsentationen im Auditorium des Lycée Ampère. Auch diese wurden in der Arbeitssprache Englisch durchgeführt. Die kollaborative Arbeit wurde von kulturellen und sozialen Aktivitäten umrahmt.
Stadtrundgang durch Lyon
Um Lyon kennenzulernen, erfolgte bereits am ersten Nachmittag eine ausgiebige Altstadtführung durch die französischen Schülerinnen und Schüler. Des Weiteren fand an zwei Tagen ein gemeinsames Kulturprogramm mit Besichtigung der Kathedrale Saint-Jean und der Basilika Notre Dame de Fourvière, einem Besuch des Filmmuseums der Gebrüder Lumière und einem Abendessen im Restaurant Le Sud statt.
Fazit
Durch die Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler aus den drei Teilnehmerländern erhielten die Teilnehmer Einblicke in verschiedene Kulturen, Denkweisen und Perspektiven. Die Lernenden hatten so die Möglichkeit, über ihren eigenen Horizont hinaus zu schauen und globale Zusammenhänge besser zu verstehen.
Durch die Durchführung des weitestgehend realen Marktforschungsprojekts konnten die Lernenden praktische Erfahrungen in Bereichen wie Datenerhebung, -analyse und -interpretation gewinnen.
Die Zusammenarbeit in den Projektgruppen förderte die Entwicklung von Teamarbeit- und Kommunikationsfähigkeiten, da die Schülerinnen und Schüler lernen mussten, effektiv mit Personen aus verschiedenen kulturellen Hintergründen zusammenzuarbeiten. Die Arbeit im Marktforschungsprojekt bot außerdem eine großartige Gelegenheit, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern und zu praktizieren.
Die Schülerinnen und Schüler konnten zudem ein Verständnis für globale Märkte und die Bedeutung kultureller Unterschiede für das Marketing und die Marktforschung entwickeln. Durch die Bewältigung von Herausforderungen und die Zusammenarbeit mit Personen aus verschiedenen kulturellen Hintergründen entwickelten die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten zur Problemlösung, kritischem Denken und Empathie weiter, was letztendlich zu interkultureller Kompetenz führt.
Die Teilnahme am Projekt ermöglichte es zudem, Kontakte zu anderen Schülern und Lehrern aus Frankreich und Spanien zu knüpfen, was hoffentlich zu langfristigen Beziehungen und neuen Möglichkeiten führt.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass das Marktforschungsprojekt eine einzigartige Lernerfahrung darstellt, die weit über das hinausgeht, was im traditionellen Klassenzimmer möglich ist, und die Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen einer globalisierten Welt vorbereitet.
Grit Arnold & Tim Woytczak (Lehrkräfte)