Schulleben / Projekte

Das Schulleben besteht nicht nur aus Unterricht. Bei Projekten und Exkursionen wird erlerntes Wissen aus Naturwissenschaft, Kultur und Geschichte praktisch angewendet. Das fördert nicht nur das Verständnis für den Unterrichtsstoff, sondern stärkt auch den Zusammenhalt in der Klasse und motiviert zum Weiterlernen. Einige unserer Projekte stellen wir hier vor.

Gewaltprävention im Schulalltag

 

Pädagogischer Tag am BSZ 1 Leipzig

Wer sich schon immer gefragt hat, was Lehrer bei ihrem pädagogischen Tag eigentlich machen, bekommt hier einen kleinen Einblick.
So hat sich unser Kollegium zum Auftakt des Schuljahres 2026/2027 am 13. August intensiv mit den Themen Deeskalation und Handlungssicherheit befasst.
Andrea Salomon und Guido Schenk von der Selbst & Bewusst eG vermittelten rechtliche Grundlagen zu Notwehr, Nothilfe und Garantenstellung, Strategien im Umgang mit aggressivem Verhalten sowie praxiserprobte Handlungsroutinen – als Basis für ein gemeinsames Einschreitkonzept.

Nachhaltigkeit im Berufsalltag – Ideen für Banken und Versicherungen

 

Projekttag für Auszubildende

Mehr Nachhaltigkeit im beruflichen Alltag – wie das gehen kann, war Thema eines Projekttages am 2. Juli 2026 im Beruflichen Schulzentrum 1 der Stadt Leipzig. Rund 80 Auszubildende der Berufe Bankkaufmann/Bankkauffrau sowie Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen nahmen daran teil.

Bedeutung von Nachhaltigkeit für den Berufsalltag und der Beitrag des Einzelnen

 

Im Mittelpunkt des Projekttages "Nachhaltigkeit im Berufsalltag – Ideen für Banken und Versicherungen" stand die Frage, welche Bedeutung Nachhaltigkeit für den Berufsalltag in Banken und Versicherungsunternehmen hat und wie nachhaltiges Handeln konkret umgesetzt werden kann. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit der weltweiten Verteilung natürlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ressourcen. Sie untersuchten, welchen Beitrag jede Person durch das eigene Konsumverhalten, den Umgang mit Energie und Materialien sowie durch bewusste finanzielle Entscheidungen leisten kann.

 

Verantwortung von Banken und Versicherungsunternehmen


In Arbeitsgruppen entwickelten die Auszubildenden praktische Ideen für mehr Nachhaltigkeit im beruflichen Alltag. Gleichzeitig wurde thematisiert, welche Verantwortung Banken und Versicherungsunternehmen bei der Finanzierung nachhaltiger Projekte, bei der Gestaltung von Geldanlagen, bei der Beratung ihrer Kundinnen und Kunden sowie beim Umgang mit betrieblichen Ressourcen übernehmen. Die erarbeiteten Ergebnisse wurden anschließend präsentiert und im Plenum diskutiert. Darüber hinaus waren auch Ausbilderinnen und Ausbilder vertreten, sodass die Inhalte aus schulischer und betrieblicher Perspektive betrachtet und diskutiert werden konnten. 

 

Beteiligte Institutionen


Fachlich begleitet wurde der Projekttag vom Projekt Nachhaltigkeit in Versicherungs- und Beratungsberufen (NaVeBb), der Uni Rostock, der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit und dem Bildungswerk der Versicherungswirtschaft (BWV). 

 

Katharina Lukas, Lehrerin

Einblicke in die Geschichte des Geldes

 

Bankkaufleute unterwegs in Frankfurt am Main

Unsere Klassenfahrt nach Frankfurt am Main vom 10. bis 12. Juni 2026 begann am Mittwochmorgen. Um 9 Uhr starteten wir gemeinsam mit dem Zug in Leipzig und erreichten Frankfurt gegen 12 Uhr. Nach einem kurzen Check-In im A&O Hostel machten wir uns auf den Weg zum Geldmuseum.

Finanzgeschichte und Karaoke

 

Im Geldmuseum erhielten wir interessante Einblicke in die Geschichte des Geldes sowie in die Entwicklung des Finanzwesens. Da wir uns im zweiten Ausbildungsjahr befinden, konnten wir unser Wissen aus der Berufsschule vertiefen. Den ersten Tag ließen wir gemeinsam bei einem Karaoke-Abend ausklingen, bei dem viel gelacht und gesungen wurde.

 

Highlights beim Stadtrundgang: Börse und Main Tower

 

Der Donnerstag begann mit einem selbst organisierten Stadtrundgang durch Frankfurt. Die Informationen zu den Sehenswürdigkeiten waren damit besser auf uns abgestimmt und es war viel lustiger.

 

Der Besuch der Frankfurter Börse durfte natürlich nicht fehlen. Auch wenn da nicht mehr viel los war, konnten wir viele Inhalte über Aktien, Fonds, Börsenhandel und dem DAX aus dem Unterricht erkennen und durch einen spannenden Vortrag besser verstehen. 

 

Einen wundervollen Moment genossen wir in ca. 200 m Höhe auf der Aussichtsplattform des Main Towers. Von dort aus hatten wir einen beeindruckenden Blick über die Frankfurter Skyline und die gesamte Stadt. 

 

Dankeschön an die Lehrer

 

Die Klassenfahrt nach Frankfurt war für uns alle eine interessante und abwechslungsreiche Erfahrung, an die wir uns gerne erinnern werden und danken Frau Oppel und Herrn Schirmer, dass sie uns diese ermöglicht haben.

Gemeinsam zum Prüfungserfolg!

 

Studienfahrt der Steuerfachangestellten an die Mecklenburgische Seenplatte

Nachdem die angehenden Steuerfachangestellten im April 2026 ihre schriftlichen Abschlussprüfungen absolviert hatten, fehlten lediglich die mündlichen Prüfungen zum erfolgreichen Berufsabschluss. Zur Unterstützung der Vorbereitung auf die mündlichen Prüfungen fand eine gemeinsame Studienfahrt statt.

Vorbereitung auf Prüfungssituationen

 

Anfang Juni 2026 fuhren knapp 40 Auszubildende und ihre Fachlehrkräfte für eine Woche an die Mecklenburgische Seenplatte. Auf der Hinfahrt erhielten die Auszubildenden komplexe Prüfungssituationen, auf die sie sich in Kleingruppen vorbereiteten. Fernab der Schulbänke wurde die mündliche Prüfung im Ferienresort Van der Falk in Linstow geübt. Durch den gemeinsamen Austausch konnten die Auszubildenden ihr umfangreiches Wissen in einem neuen Umfeld vertiefen und festigen.

Radtour, Schwimmen, Minigolf: gemeinsam aktiv sein


Die Studienreise war jedoch nicht allein geprägt vom Lernen, sondern bot viele zusätzliche Aktivitäten. Je nach Interesse unternahmen die angehenden Steuerfachangestellten gemeinsam eine Radtour oder gingen zusammen joggen. Außerdem nutzten sie die vielfältigen Möglichkeiten der Unterkunft, indem sie das Schwimmbad besuchten oder eine Partie Minigolf spielten. Die Abende verbrachten die Auszubildenden in geselliger Runde, sie kochten gemeinsam und hatten viel Spaß mit Gesellschaftsspielen in ihren Ferienhäusern. 

 

Ausflug nach Warnemünde


Am vorletzten Tag fuhren alle Auszubildenden gemeinsam nach Warnemünde. Nach einem Stadtbummel und Café-Besuchen, wurde die Zeit für einen Strandspaziergang oder zum Abkühlen in der Ostsee genutzt. Den Abschluss bildete der gemeinsame Bowlingabend.
Wir hoffen, dass die schönen Erlebnisse auf der Studienfahrt einen gebührenden Abschluss der drei Ausbildungsjahre am BSZ 1 gebildet haben und unseren Azubis in guter Erinnerung bleiben.

 

Anabelle Mehnert, Referendarin

Podiumsdiskussion mit Bundes­verfassungs­richter Prof. Dr. Eifert

 

Einblicke in die Welt der Justiz am 06.05.2026 am BSZ 1 Leipzig

Am 6. Mai 2026 hatte das Berufliche Schulzentrum 1 Wirtschaft und Verwaltung Leipzig die Ehre, Herrn Prof. Dr. Eifert, Richter des Bundesverfassungsgerichts, für eine spannende Podiumsdiskussion zu begrüßen. Die Veranstaltung richtete sich an die Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums sowie an Klassen der Steuer- und Rechtsanwaltsfachangestellten und bot den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, tiefere Einblicke in die Welt des deutschen Rechtssystems zu erhalten.

Vom Arbeitsalltag eines Richters bis zum Einsatz von KI im Rechtssystem - spannende Themen standen zur Diskussion


Prof. Dr. Eifert stellte sich den zahlreichen Fragen der Schüler, die großen Wert auf die praktischen Aspekte seiner Arbeit legten. Besonders interessiert waren sie an den Zuständigkeiten und dem Arbeitsalltag eines Bundesverfassungsrichters.
Ein weiteres Thema war die Rolle internationaler Schiedsgerichte. Prof. Dr. Eifert erläuterte deren Bedeutung im globalen Rechtssystem und welche Herausforderungen sich dabei ergeben.

Die Schüler interessierten sich auch für potenzielle Vereinfachungen im Steuerrecht, insbesondere im Hinblick auf das Spannungsverhältnis zur Einzelfallgerechtigkeit.
Die Frage nach dem Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) im Rechtssystem erwies sich als besonders relevant. Der Bundesverfassungsrichter betonte, dass der verantwortungsvolle Umgang mit KI essenziell sei.
Ein weiterer spannender Punkt war der Vergleich zwischen dem deutschen und dem amerikanischen Rechtssystem. Prof. Dr. Eifert erläuterte die wesentlichen Unterschiede und ging auf die Auswirkungen dieser Unterschiede auf die Rechtspraxis ein.
Zusätzlich wurde das Recht auf informationelle Selbstbestimmung besprochen, das in der heutigen digitalen Welt von wachsender Bedeutung ist. Hierbei ging es insbesondere um die Herausforderungen, die sich im Zeitalter von Social Media ergeben. 

Ein Dankeschön an alle Beteiligten


Die Veranstaltung war nicht nur informativ, sondern regte auch zum Nachdenken an. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, ihre Perspektiven und Anliegen zu teilen, und erhielten wertvolle Einblicke in die vielschichtigen Themen des Rechts. Ein herzliches Dankeschön an  Herrn Prof. Dr. Eifert, Richter des Bundesverfassungsgerichts, für seine inspirierenden Ausführungen, an die Moderatoren Emily Lajeunesse und Nikos Schlieder (Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums) für die Vorbereitung und Durchführung der Podiumsdiskussion sowie an alle Teilnehmer für ihr Engagement.

 

Norman Bochmann, Lehrer

Schnee, Nächstenliebe und neue Horizonte

 

Unsere Erasmus+-Reise nach Helsinki

Helsinki 2026

Im März 2026 hieß es für zehn unserer Schülerinnen und Schüler (Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung sowie Immobilienkaufleute): Koffer packen und auf in den hohen Norden! Ziel unserer Erasmus+-Reise war die finnische Hauptstadt Helsinki, wo wir eine Woche lang den gewohnten Klassenraum gegen die moderne Atmosphäre des Business College Helsinki eintauschten.

Hilfsbereitschaft nach dem Motto "Pay it forward"

 

Im Zentrum unseres Aufenthalts stand das inspirierende Motto "Pay it forward" – ein Konzept, bei dem es darum geht, Gutes zu tun und diese Hilfsbereitschaft an andere weiterzugeben, ohne eine direkte Gegenleistung zu erwarten.
In verschiedenen Seminaren an der Business School lernten wir nicht nur die theoretischen Grundlagen sozialer Verantwortung kennen, sondern konnten diese auch direkt in der Praxis erleben. 


Selbst aktiv werden

 

Besonders beeindruckend waren die Einblicke in ein lokales Unternehmen, das sich aktiv für die Unterstützung von Obdachlosen einsetzt und ihnen neue Perspektiven bietet. Auch wir selbst wurden aktiv: Bei einer gemeinsamen Aktion verzierten wir Muffins für Kinder und erfuhren hautnah, wie viel Freude kleine Gesten bewirken können.

Stadtrundgang, Naturerlebnisse und Eishockey


Neben der Projektarbeit kam natürlich auch die finnische Kultur nicht zu kurz. Wir erkundeten die Stadt und besuchten das berühmte Olympiastadion, von dessen Turm aus wir einen fantastischen Ausblick über ganz Helsinki genossen. 
Ein echtes Highlight war die Fahrt mit der Fähre zur Festungsinsel Suomenlinna – ein besonderes Erlebnis, da wir uns den Weg durch die gefrorene Ostsee bahnen mussten. Um die finnische Natur in ihrer vollen Pracht zu erleben, besuchten wir zudem eine Rentierfarm und ließen uns abends von der mitreißenden Stimmung bei einem typisch finnischen Eishockeyspiel begeistern.


Ausflug nach Tallin als krönender Abschluss


Zum krönenden Abschluss unserer Reise wagten wir einen Blick über die Grenze und fuhren mit der Fähre nach Tallinn. In der mittelalterlichen Altstadt der estnischen Hauptstadt ließen wir die ereignisreiche Woche gemeinsam Revue passieren. Wir kehren mit vielen neuen Eindrücken, neuen Freundschaften und der Motivation zurück, den "Pay it forward"-Gedanken auch in unseren eigenen Schulalltag zu integrieren. 
Kiitos [Übersetzung: Danke], Helsinki – es war eine unvergessliche Zeit!


Niklas Kölling, Klasse IMM24a

Integration am konkreten Beispiel

 

Projekte unserer Vorbereitungsklassen

An unserer Schule lernen auch zugewanderte Jugendliche, die keine oder sehr wenig Kenntnisse der deutschen Sprache haben. In sogenannten Vorbereitungsklassen erhalten sie Unterricht in der deutschen Sprache und in den Grundlagen der Ausbildungsreife sowie Angebote zur beruflichen Orientierung. In verschiedenen Projekten sind die folgenden Videos entstanden. 

Für "Die Welt" und "Ändere die Welt" haben sich die Jugendlichen mit ihren eigenen Migrationserfahrungen auseinandergesetzt und Vergleiche zwischen Herkunftsland und Deutschland gezogen. Inhalt des Projektes war auch, herauszufinden, welchen persönlichen Beitrag die jungen Menschen für die eigene Integration, aber auch zur Mitgestaltung einer besseren Gesellschaft leisten können.

Was zu einer guten Bewerbung gehört und welche Aspekte sich positiv oder negativ auf den Bewerbungsprozess auswirken, lernten die Schülerinnen und Schüler im Projekt "Richtig bewerben". Dazu gehörten auch ganz praktische Übungen - zum Beispiel ein Vorstellungsgespräch. Im Rahmen des Projektes entstand das gleichnamige Video.