Heimat ist das Gefühl, welches man im Herzen trägt, welches einen wohlig umgibt, welches einen festhält und bis zum Tod begleiten wird. Wie fühlt es sich an zwei Zuhause, aber keine Heimat zu haben? Diese Frage beantwortete uns der Autor Catalin Dorian Florescu bei einer Lesung in der Aula des BSZ1 Leipzig. Er selbst wurde in Rumänien geboren und flüchtete im Alter von 15 Jahren gemeinsam mit seinen Eltern in die Schweiz. Dort studierte er Psychologie und wurde freier Schriftsteller. Im Jahre 2011 gewann er den Schweizer Buchpreis mit seinem Buch „Jacob beschließt zu lieben“.
Im Rahmen des Faches Europäische Kunst organisierte die elfte Klasse des Beruflichen Gymnasiums mit der Zusatzqualifikation EBBD in Zusammenarbeit mit dem Haus des Buches Leipzig diese Lesung.

Der große Tag begann für die Klasse bereits um 7.30 Uhr mit einer Lagebesprechung. Dann begannen die technisch- organisatorischen Aufbauten in der Mensa. Kuchen wurde geschnitten, Tische gehoben und Stühle geräumt. Ein Team richtete die Kameras ein. Zahlreiche technische Tests waren durchzuführen und dank Herrn Hinz und Herrn Buchholz lief alles reibungslos ab. Um einiges verspätet erschien der Autor Catalin Dorian Florescu endlich kurz vor um zehn in der Schule. Die Moderatoren machten sich mit ihm bekannt und klärten noch kurz organisatorische Fragen. Schon nach dem ersten Handschlag äußerte der Autor seine Wünsche zum „Bühnenbild“. Innerhalb der noch zur Verfügung stehenden fünf Minuten, während der sich die Aula bis zum Rand mit Schülern und Lehrern füllte, versuchten einige Schüler der BY17E, den Wünschen des Autors gerecht zu werden. Sie entfernten das gesamte Bühnenbild, wie Sessel und runden Tisch, und brachten Herr Florescu einen viereckigen Tisch und einen schlichten Stuhl. Als endlich alles perfekt war, wurde der von Schülern geschnittene Film abgespielt. Dieser gab einen kurzen Einblick in die Person des Autors. Dann kam der große Auftritt des Moderationsteams. Es begrüßte das Publikum, gab eine kurze Einleitung und übergab an den Autor. Dieser setzte sich auf den Tisch und begann zu erzählen. Er gab dem Publikum einen tiefen und intensiven Einblick in seine Kindheit, seine Bücher, seine Familie, das Leben in Rumänien und in der Schweiz und sein Studium und beantworte am Ende noch Fragen der Moderatoren. Als sich die Zeit dem Ende zuneigte, las er noch eine kurze Passage aus seinem Buch „Der Nabel der Welt“ - einem Buch mit neun Kurzgeschichten über Menschen, die ihre Heimat verlassen und ihr Glück im Westen suchen. Darin beschreibt er unter anderem sehr persönliche Erfahrungen und Erlebnisse vor, während und nach seiner Flucht aus Rumänien in die Schweiz. Damit endete dieser spannende Einblick in das Leben eines Geflüchteten. Jeder Teilnehmer dieser Lesung kann nun für sich selbst die Frage nach seinem eigenen Begriff von Heimat beantworten.
Dieses Projekt hat den Schülern der Klasse BY17E eindeutig gezeigt, dass es wichtig ist, sich voll und ganz auf seine Teamkollegen verlassen zu können. Denn nur wenn jeder seine Arbeit zuverlässig erledigt und die eigenen Stärken einbringen kann, wird ein solches Projekt gelingen. Im Großen und Ganzen war es ein erfolgreicher und lehrreicher Tag und alle beteiligten Schüler können auf ihre Leistungen stolz sein. Auch ein großes Dankeschön an die Lehrer, die uns dieses Projekt ermöglichten und bei dessen Verwirklichung tatkräftig zur Seite standen.
Text: Frieda Heggen und Jana Murovanna
Fotos: Jennifer Jezowski
Leipzig, 18.05.2018

 

Berufliches Schulzentrum 1

der Stadt Leipzig

 

 

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