Lernen außer Haus

Lernorte außerhalb des Schulgeländes bieten zusätzliche Möglichkeiten den Bildungs- und Erziehungsauftrag zu erfüllen. Durch das Lernen an anderen Orten wird besonders das handlungsorientierte und lebensnahe Lernen gefördert. Es schafft Raum für Begegnungen mit Kultur, Geschichte, Politik und Wirtschaft. 

Kurz vor Ende des Schuljahres hatten Fachlehrer und Klassenleiter des Bereiches Groß- und Außenhandel die Gelegenheit zu einem „Blick auf die andere Seite der Azubi-Ausbildung“.

Dazu hatte die Ausbildungsverantwortliche der „Sächsische Haustechnik Leipzig KG“ (Fachgroßhandel für Haustechnik), Frau Katja Kleine, in den Firmensitz nach Markkranstädt eingeladen. Herr Dr. Brägelmann, Herr Shibru, Herr Lang und Frau Branser konnten den Termin wahrnehmen. Das Unternehmen bildet seit vielen Jahren selber aus und hat in diesem Schuljahr insgesamt 27 Auszubildende, in drei Lehrjahren, an unserem BSZ.

Die Kurse VBWL 1,2,3 absolvierten in der Zeit vom 01.07.2019 bis zum 04.07.2019 den fächerverbindenden Unterricht in der Jugendkulturwerkstatt JoJo. Wir arbeiteten in fünf Gruppen.

Die Theater-Gruppe hat sich mit der Vorstellung eines idealen Menschenbildes beschäftigt. Der Kurs, bestehend aus 8 Schülern, machte sich zuerst Gedanken, wie denn ein idealer Mensch (bzw. eine ideale Gesellschaft) aussehen könnte. Nach dem Brainstorming teilten wir uns anschließend auf und übten selbstständig Szenen ein, welche wir dann unserer Kursleiterin vorstellten. Diese brachte ihre Verbesserungsvorschläge in puncto Schauspiel und Inhalt ein. Wir hatten eine Menge Spaß an der Umsetzung des Themas, sodass wir am Ende ein zehnminütiges Theaterstück auf die Beine stellen konnten. Neben den Lichteffekten trugen auch die Kostüme zu einer vollwertigen Aufführung bei, die für Heiterkeit im Publikum sorgte.

Seit wann steht denn eigentlich unser Schulgebäude?

Diese und andere Fragen beantwortete uns am 02.07.2019 das 1. Lehrjahr der Immobilienkaufleute, die GW18c, in einem spannenden und interessanten Vortrag zum Thema: 90 Jahre Schulgebäude in der Crednerstraße. Der Schwerpunkt der Präsentation lag auf der Entstehungsgeschichte des Schulgebäudes, wobei wir Einsicht in Originaldokumente der Bauakten nahmen. Somit konnten wir die Entwicklung von der Errichtung des Gebäudes bis zur Erweiterung durch den Anbau und die erstmalige Nutzung 1999 als Berufsschule nachvollziehen. Ein kleiner Rundgang durch das Schulgebäude mit dem Bezug auf architektonische Strömungen und Bauweisen verdeutlichte uns die Besonderheiten unserer Schule, die uns bis dato auf den ersten Blick nicht aufgefallen sind.

Ein großer Dank an die GW18c für Ihr Engagement, uns die Informationen anschaulich und abwechslungsreich zu präsentieren. Das Konzept Schüler für Schüler ist sehr gut umgesetzt worden. Wir sind der Meinung, dass diese Art der Informationsvermittlung zukünftig häufiger in den Schulalltag integriert werden sollte.

GW17a, Elisabeth Behnke und Sarah Lohse

Der Immobilienmarkt in der Messestadt wächst stetig. An jeder Ecke wird gebaut. Die Leipziger merken, dass sich etwas verändert.
Was genau aber passiert?
Dies wurde uns, der GW 17b, im Neuen Rathaus im Rahmen einer Präsentation zum „Integrierten Stadtentwicklungskonzept Leipzig 2030“ von Mitarbeitern der Stadtverwaltung vorgestellt. Das Turmzimmer war für die nächsten zwei Stunden der Ort, an welchem wir über die aktuelle Situation in Leipzig informiert wurden. Mit Hilfe einer sehr anschaulichen Präsentation erfuhren wir zunächst mehr über das Thema „Entwicklung der Stadt Leipzig” - bezogen auf die Einwohnerzahl, Mietpreisveränderungen und Einkommensverhältnisse. Im Anschluss erhielten wir einen Einblick in die Strategie der Stadt Leipzig zur Entwicklung einzelner Ortsteile und zur aktuellen Situation im Bereich “Bautätigkeiten“. Abschließend verschaffte uns ein Blick in die nächsten 5 – 10 Jahre die Erkenntnis, dass Leipzig auch in kommender Zeit vor großen Aufgaben steht: Neue Schulen, Kindergärten und bezahlbare Wohnungen müssen entstehen, um eine Krisensituation zu vermeiden.
 
Alles in allem war es eine sehr gelungene sowie informative Veranstaltung für uns alle. Vielen Dank!
 
Valentin Baldermann & Paula Zschoke, GW17b
 

Am 21.03.2019 besuchten die Klassen des BVJ und des BGJ eine Buchlesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse. Der Schulsozialarbeiter Herr Kölling hatte in der Villa eine Lesung der Autorin Annette Herzog ausgesucht, die ihr Buch „Herzsturm-Sturmherz“ vorgestellt hat. Im Katalog der Buchmesse wurde es wie folgt beschrieben: „Ehrlich, einfühlsam, witzig: Eine sensationell gestaltete Graphic Novel über die erste Liebe“.

Und so war es auch.

Der Musik-Kurs war unterwegs. Orgelprojekt    Klanginstallation    Robert-und-Clara-Schumann-HausJohn Cage - Orgelprojekt - Halberstadt

Am Dienstag, dem 30.04. nach der Schule ging es los - nach ca. 1 1/2 Stunden standen wir vor der Kirche St. Burchardi. Jean-Pierre begann seinen Vortrag über John das Orgelprojekt Cage As SLow aS Possible“ - es geht über 639 Jahre und ist somit das längste Musikstück der Welt. Während des Vortrages gesellten sich zwei Besuchergruppen aus Köln und Erfurt hinzu und verfolgten den brillanten Vortrag genauso gebannt wie wir. Die Rückfahrt verlief ziemlich ruhig und verging schnell. Denn es war ein langer Tag. Der Ausflug war schön, aber auch anstrengend. Und wir waren dann auch alle froh wieder in Leipzig zu sein. Wir sind sehr dankbar, dass dieser Ausflug für uns möglich gemacht wurde. Er war sehr beeindruckend und hat die Fakten des Vortrags veranschaulicht. -  Lina BiesianczykErwin Stache – Klanginstallation - Etzoldsche SandgrubeAm Dienstag, 07.05.2019, zeigten Lina und Viktoria ihre Präsentation direkt oben auf auf dem Klangberg im Park an der Etzoldschen Sandgrube Berg, er liegt nur ein paar Minuten zu Fuß entfernt vom BSZ1.

Ein Hauch von Internationalität wehte am Freitag, den 17.05.2019 durch unser Klassenzimmer. Zu Gast war Herr Dr. Lutz Mükke, Diplom Journalist, Afrikanist, und ehemaliger wissenschaftlicher Direktor des Europäischen Instituts für Journalismus und Kommunikationsforschung in Leipzig. Thema der Veranstaltung waren das Handwerk des Journalismus im Allgemeinen und die Auslandsberichterstattung im Besonderen, ein Themenbereich, auf den sich unser Gast seit vielen Jahren spezialisiert. Der Einstieg in den Vormittag galt der Frage: „Wie und woher beziehen wir unsere Nachrichten?“ Nach einigen einführenden, grundlegenden Informationen zum „Berufsbild“ des Journalisten zeigte Mükke auf, wie sich der Journalismus durch die Digitalisierung geändert hat. Ein technischer Aspekt: „Als ich in den Beruf eingestiegen bin, habe ich die Fotos noch selbst in der Dunkelkammer entwickelt.“ Im zweiten Teil ging es dann um sein aktuelles Buch-Projekt. Der Journalist berichtete von den aktuellen Erfahrungen, die er als Reporter auf der Route von Algier durch die Sahara bis nach Lagos machte, welchen Problemen und Hindernissen er dort gegenüberstand und welchen Einfluss diese auf seine journalistische Arbeit nahmen. Natürlich beantwortete der Gast zwischendurch auch fleißig Fragen aus der Runde und zum Ende ließ er sich noch zu einem Gruppenfoto überreden.

Die Klasse IK18b dankt Herrn Mükke für interessante Einblicke aus erster Hand in die für Außenstehende oft schwer überschaubaren Mechanismen der journalistischen Arbeit.

Patrick Jilek, IK 18b (23.05.2019)

Dipl.-Ing. Uwe Jacobi gab Auskunft

Am 05.02.2019 hatten wir im Rahmen des OK-Unterrichts die Chance, eine andere Facette der Immobilienbranche näher kennenzulernen. In einer moderierten Gesprächsrunde beantwortete uns Dipl.-Ing. Uwe Jacobi jede noch so schwierige und detaillierte Frage zu seinem Beruf. Spannend war dabei, dass wir als angehende Immobilienkaufleute auch mal von einer anderen Seite auf unser eigenes Berufsfeld blicken konnten. Tatsächlich haben bisher nur die wenigsten von uns Kontakt zum Geschäftsfeld des Bauprojektmanagements oder waren direkt in Abläufe involviert. So gut wir uns mit Immobilien mittlerweile auch auskennen, so konnte Herr Jacobi uns zum genauen Prozess deren Entstehens doch noch so manches mit auf den Weg geben. Auch hat er uns mit Freude einige seiner aktuellen oder erst kürzlich erfolgreich abgeschlossenen Projekte geschildert. Dabei empfand er selbst insbesondere das Laborgewächshaus der Universität Leipzig in der Linnéstraße 1 als außergewöhnliche Herausforderung. Es sei ein unvergleichliches Projekt mit völlig neuen Gesichtspunkten gewesen, wie er sie bisher auch noch nicht gekannt habe. Damit konnte uns Herr Jacobi einen von unzähligen Belegen dafür nahebringen, dass auch nach langjähriger Tätigkeit im Immobiliengeschäft noch genügend Abwechslung und Herausforderung auf uns warten.
Magdalena Homilius, GW17 a
 

Nach mehreren Wochen Vorbereitung war es am 06.02.2019 endlich soweit! Unser Kunstkurs hatte die wunderbare Aufgabe, Besuchern und Besucherinnen des Grassimuseums in der Wanderausstellung „Together- die neue Architektur der Gemeinschaft“ sachkundig zur Seite zu stehen. Unsere Aufgabe fokussierte sich dabei darauf, die zu Hauf vorhanden Informationen aufzubereiten und kompakt an die Interessenten weiterzugeben, Neugierige, die uns Löcher in den Bauch fragten, mit Antworten zufriedenzustellen sowie generell den Aufenthalt für jedermann zu einem Erfolg zu gestalten. Doch leichter gesagt als getan! Die Nervosität zu Beginn der Veranstaltung war deutlich zu spüren. Geduldig warteten wir bis zum offiziellen Beginn unseres Einsatzes.

Ende Januar haben sich mehrere Klassen unserer Schule das Hochregallager von Höffner angesehen.

Uns wurde der Weg der Ware von der Annahme bis zur endgültigen Versandvorbereitung und dem Ausliefernder Ware zu den Kunden in ganz Mitteldeutschland erklärt.
Sehr beeindruckend schon allein durch die enorme Größe! Es hat sich gelohnt.

 

Öffentliche Gästeführung durch Schüler der Jahrgangsstufe 12 Grassimuseum Leipzig
Wir Menschen und unsere Gesellschaft sind ständig von Wandel und Entwicklung geprägt. Nahezu täglich werden neue Dinge kreiert, welche uns das Leben erleichtern, gar verschönern sollen. Auch die Wohnsituation der Menschen begann sich vor einigen Jahren zu verändern. Neue Konzepte wurden dazu entworfen, stets unter der Devise „gemeinsam“. Doch wieviel von diesem „Gemeinsam“ vertragen wir Menschen und welche Möglichkeiten bestehen, wenn man lieber einmal allein sein möchte? Ist „gemeinsam“ eine Frage der Gewöhnung oder eine theoretische Illusion? Finden Sie es für sich heraus!
 
Wir Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Bildungsgangs Berufliches Gymnasium mit Zusatzqualifikation EBBD laden Schüler, Lehrkräfte und alle weiteren Interessenten zur Erörterung jener Fragen recht herzlich ein.
Kommen Sie zur Gästeführung durch die Ausstellung „Together“ am 06.02.2019 im Grassimuseum Leipzig. Die Ausstellung setzt sich mit verschiedensten Wohnkonzepten auseinander und stellt diese in  Theorie und der Praxis vor. Im Rahmen der Führung stellen wir Ihnen die Ergebnisse eines Projektes im Fach Europäische Kunst, welches unter der fachlichen Leitung von Frau Lorwin und in Kooperation mit Herrn Menz vom Grassimuseum Leipzig in den vergangenen beiden Monaten im Unterricht erarbeitet wurde, vor. Bei Fragen stehen wir jederzeit Rede und Antwort. Die Ausstellung kann zwanglos zwischen 15:00 und 17:00 Uhr bei freiem Eintritt besucht werden.
Im Folgenden alle relevanten Informationen für Sie zusammengefasst:
Gästeführung der Schüler der Jahrgangsstufe 12 durch die Ausstellung „Together“ 
Ort: Grassimuseum Leipzig, Johannisplatz 5-11, 04103 Leipzig
Datum: 06.02.2019 zwischen 15:00 – 17:00 Uhr
Eintritt: kostenlos
Anfahrt: TRAM 4, 7, 15 und 12 – Haltestelle Johannisplatz
Die Schüler der EBBD Klasse freuen sich auf Ihr zahlreiches Erscheinen!

Wie wurde früher Salz gewonnen und was haben die Hallorenkugeln damit zu tun? Diese und noch weitere Fragen wurden dem Geographiekurs der Jahrgangsstufe 13 im Halloren- und Salinemuseum in Halle an der Saale beantwortet. Eine geführte Tour mit Informationen über das historische Halle und seine Salzvorkommen brachte Licht ins Dunkle. So lehnt sich der Name der Hallorenkugeln an die silbernen, runden Knöpfe der Halloren, der Salzwirker in Halle an. Salzwirker nutzten seit dem Mittelalter die geologischen Besonderheiten in der Region Halle, da nur wenige Meter unter der Erde ein riesiges Solevorkommen existiert. Die Sole wurde gefördert, getrocknet und was entstand, war Salz.

Auch heute wird in Halle noch Salz hergestellt, jedoch nur in kleinen Mengen. Ausgewählte Bäckereien und Fleischereien der Stadt verwenden das Salz bei der Herstellung ihrer Produkte. Unser Kurs bekam am Ende der Führung die Gelegenheit selbst Salz herzustellen. Jeder durfte mit einer Herdplatte, einem Kochlöffel, einem Topf und natürlich der Sole selbst Salz sieden. Die Sole wurde stark erhitzt und mit dem Kochlöffel eifrig gerührt. Übrig blieb das Salz, welches abgeschöpft und in einer Tüte verpackt, mit nach Hause genommen werden durfte. So hat jetzt jeder ein kleines Andenken auf dem heimischen Küchentisch stehen.

Kim-Schirin Funke

„Als [ich] aus unruhigen Träumen erwachte“ (Kafka, F., Die Verwandlung, Morsbach/Sieg, 1984), wusste ich nebst meinen Mitschülern, dass ich mir heute (20.9.18) die Uraufführung „Die Verwandlung“ von Franz Kafka im Theater der Jungen Welt ansehen werde: Das Werk Franz Kafkas aus dem Jahre 1912, ein vielseitig bekanntes Stück mit einem enorm großen Raum an Deutungsmöglichkeiten.
Gespannt auf eine neue Version der Interpretation sah ich mir das für eine Theateraufführung relativ kurzes Stück (1 St. 10 Min.) doch gerne an.
Ein Tuchhändler namens Georg Samsa erwacht eines Morgens unfreiwillig als eine fürchterliche Gestalt. Eingesperrt im Zimmer, versucht Samsa zum Beispiel, seinen Arbeitgeber zufriedenzustellen oder gar am Ende einfach nur zu überleben. Alles wird natürlich erschwert von seiner ja fast gefühllosen Familie. Dies sorgt natürlich für einen nahrhaften Boden diverser Probleme und, auch im weiteren Verlauf, für deutlich große Schneeballeffekte. Franz Kafka verbindet mit seiner Parabel geschickt Welten von Gefühlszuständen: von Neid, Habgier und Eifersucht zu Trauer, Wut und Mitleid.

Müssen wir den „Faust“ verstehen? Sind wir damit überfordert?
Können wir nicht einen Faust, so wie Goethe erdacht, auf der Bühne sehen, damit wir ihn besser verstehen?
Dies sind eindeutig die falschen Fragen…. Oder?
Kurz nach der Premiere am 28.9.18 sahen wir mit 100 Schülern der Klassenstufen 12 und 13 im Schauspiel Leipzig am 5./6. Oktober einen umstrittenen „Faust“ als riesiges Fragment: ohne Herrn, personifizierten Mephisto, ohne Helena!
Es beginnt mit dem 5. Akt, 2. Teil und verharrt ausgiebig dann „Vor dem Tor“ („Osterspaziergang“).
Faust ist Mephisto und umgekehrt. Aus „ Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, [...]
(Faust I, Vers 1112f.) werden vier (Mangel, Schuld, Not und Sorge). Kommt uns das nicht bekannt vor: Selbstentgrenzung, Überforderung (s.o.), Angst…? Und das Volk als unsere Gesellschaft (hier als Chor dargestellt) ist ständig anwesend und mischt tüchtig mit.
Enrico Lübbe stellt uns einen schwer verdaulichen Faust vor, der natürlich mit uns zu tun hat. Bühnenbild, Kostüme und Choreographie strotzen vor Ideen, halten wach, Disput fördernd, haben wenig Nachsicht mit nicht geübten Theatergängern.
Und mit dem Solo des Gretchens am Ende fällt der Vorhang – Pause.

 

Berufliches Schulzentrum 1

der Stadt Leipzig

 

 

von und mit Externen lernen

 

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