Sie (Schüler des Lycée Ampère – unserer Partnerschule in Lyon) trotzten den Streiks und kamen tatsächlich am Freitag, dem 13., an. Spät, aber nicht zu spät, um von den gespannten, frankophilen deutschen Schülern in Empfang genommen zu werden.

Der erste Tag in der Fremde, sprich Gastfamilie, ist immer geprägt von anfänglich sprachlichen Hürden und interkulturellen Neuigkeiten, aber trotzdem schafften es alle, bei der Stadttour am Samstag Leipzig zu erkunden. Schwierig erwies sich dabei nur, 33 Neuankömmlinge durch 65879 Weihnachtsmarktbesucher zu zwängen und dabei noch bilinguale Informationen nachhaltig loszuwerden, geschweige denn zu empfangen. Manchmal verloren wir den einen oder anderen, der wie durch Wunder und Gezerre wieder zur Gruppe zurückfand. Dem Flair tat das keinen Abbruch und der Sonntag in familiären Gefilden tat dabei sein Übriges.

Wie ein deutscher Unterrichts-Montag bei den Franzosen ankam, ist noch nicht überliefert, wird aber spätestens im März beim Gegenbesuch elaboriert.

Natürlich gehörte „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin…“ zum Pflichtprogramm, um am Mittwoch hochwertige Projektarbeit zu leisten. In Zusammenarbeit mit dem Heisenberg-Gymnasium sollten 15 Orte Leipzigs, die an 30 Jahre friedliche Revolution erinnern, poetisch umgesetzt werden. Eine Herausforderung, die manch eine deutsch-französischen Vierergruppe an ihre Grenzen trieb. Die Qualen und Mühen dieses Tages werden sichtbar werden in einer zukünftigen Ausstellung.

Und dann der Donnerstag: Nachdem der Morgen den Tieren des Leipziger Zoos gewidmet wurde, konnten die französischen Eleven erstmals in ihrem wahrlich langen Schülerleben deutsche Plätzchen backen – dem kulinarischen Erlebnis schlechthin, wenn man von der gastronomischen Hauptstadt Lyon mal absieht. Und das Abendbuffet konnte sich ebenfalls sehen lassen: Mitgebrachtes, Selbstgemachtes und Frau Städters Canapés konnten es den französischen Gourmets recht machen. Es wurde sogar gesungen (wir in Französisch) und getanzt (Lob dem französischen Tanz-Temperament).

Alle Austauschschüler haben sich nicht nur kennengelernt, sondern haben sich prächtig arrangiert, sind mitunter Freunde geworden, haben gezeigt, was deutsche Gastfreundschaft bedeutet.

Der Dank geht an alle Gastgeber, an die Familien, an die Schulleitung, an das Landesamt für Schule und Bildung, Standort Leipzig (LaSuB STOL), an die Stadt Leipzig (finanzielle Unterstützung) und an Frau Städter (Schulkantine).

Gemeinsames verbindet eben mehr als alles Unterschiedliche.

Mögen diese Erfahrungen bleiben für die, die sie erleben konnten.

Man sieht sich, man sieht sich wieder, und zwar am 28.3.20 in Lyon.

A la prochaine! - Auf das nächste Mal!

 

Birgit Feilhauer

Fachlehrerin Französisch

Fachberaterin beim LaSuB STOL

Projektkoordinatorin am BSZ 1

 

Berufliches Schulzentrum 1

der Stadt Leipzig

 

 

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