Lernen außer Haus

Bild: CUPPEDIA - Marcel Höse

Lernorte außerhalb des Schulgeländes bieten zusätzliche Möglichkeiten den Bildungs- und Erziehungsauftrag zu erfüllen. Durch das Lernen an anderen Orten wird besonders das handlungsorientierte und lebensnahe Lernen gefördert. Es schafft Raum für Begegnungen mit Kultur, Geschichte, Politik und Wirtschaft. 

 

 

Ende Januar haben sich mehrere Klassen unserer Schule das Hochregallager von Höffner angesehen.

Uns wurde der Weg der Ware von der Annahme bis zur endgültigen Versandvorbereitung und dem Ausliefernder Ware zu den Kunden in ganz Mitteldeutschland erklärt.
Sehr beeindruckend schon allein durch die enorme Größe! Es hat sich gelohnt.

 

Öffentliche Gästeführung durch Schüler der Jahrgangsstufe 12 Grassimuseum Leipzig
Wir Menschen und unsere Gesellschaft sind ständig von Wandel und Entwicklung geprägt. Nahezu täglich werden neue Dinge kreiert, welche uns das Leben erleichtern, gar verschönern sollen. Auch die Wohnsituation der Menschen begann sich vor einigen Jahren zu verändern. Neue Konzepte wurden dazu entworfen, stets unter der Devise „gemeinsam“. Doch wieviel von diesem „Gemeinsam“ vertragen wir Menschen und welche Möglichkeiten bestehen, wenn man lieber einmal allein sein möchte? Ist „gemeinsam“ eine Frage der Gewöhnung oder eine theoretische Illusion? Finden Sie es für sich heraus!
 
Wir Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Bildungsgangs Berufliches Gymnasium mit Zusatzqualifikation EBBD laden Schüler, Lehrkräfte und alle weiteren Interessenten zur Erörterung jener Fragen recht herzlich ein.
Kommen Sie zur Gästeführung durch die Ausstellung „Together“ am 06.02.2019 im Grassimuseum Leipzig. Die Ausstellung setzt sich mit verschiedensten Wohnkonzepten auseinander und stellt diese in  Theorie und der Praxis vor. Im Rahmen der Führung stellen wir Ihnen die Ergebnisse eines Projektes im Fach Europäische Kunst, welches unter der fachlichen Leitung von Frau Lorwin und in Kooperation mit Herrn Menz vom Grassimuseum Leipzig in den vergangenen beiden Monaten im Unterricht erarbeitet wurde, vor. Bei Fragen stehen wir jederzeit Rede und Antwort. Die Ausstellung kann zwanglos zwischen 15:00 und 17:00 Uhr bei freiem Eintritt besucht werden.
Im Folgenden alle relevanten Informationen für Sie zusammengefasst:
Gästeführung der Schüler der Jahrgangsstufe 12 durch die Ausstellung „Together“ 
Ort: Grassimuseum Leipzig, Johannisplatz 5-11, 04103 Leipzig
Datum: 06.02.2019 zwischen 15:00 – 17:00 Uhr
Eintritt: kostenlos
Anfahrt: TRAM 4, 7, 15 und 12 – Haltestelle Johannisplatz
Die Schüler der EBBD Klasse freuen sich auf Ihr zahlreiches Erscheinen!

Wie wurde früher Salz gewonnen und was haben die Hallorenkugeln damit zu tun? Diese und noch weitere Fragen wurden dem Geographiekurs der Jahrgangsstufe 13 im Halloren- und Salinemuseum in Halle an der Saale beantwortet. Eine geführte Tour mit Informationen über das historische Halle und seine Salzvorkommen brachte Licht ins Dunkle. So lehnt sich der Name der Hallorenkugeln an die silbernen, runden Knöpfe der Halloren, der Salzwirker in Halle an. Salzwirker nutzten seit dem Mittelalter die geologischen Besonderheiten in der Region Halle, da nur wenige Meter unter der Erde ein riesiges Solevorkommen existiert. Die Sole wurde gefördert, getrocknet und was entstand, war Salz.

Auch heute wird in Halle noch Salz hergestellt, jedoch nur in kleinen Mengen. Ausgewählte Bäckereien und Fleischereien der Stadt verwenden das Salz bei der Herstellung ihrer Produkte. Unser Kurs bekam am Ende der Führung die Gelegenheit selbst Salz herzustellen. Jeder durfte mit einer Herdplatte, einem Kochlöffel, einem Topf und natürlich der Sole selbst Salz sieden. Die Sole wurde stark erhitzt und mit dem Kochlöffel eifrig gerührt. Übrig blieb das Salz, welches abgeschöpft und in einer Tüte verpackt, mit nach Hause genommen werden durfte. So hat jetzt jeder ein kleines Andenken auf dem heimischen Küchentisch stehen.

Kim-Schirin Funke

„Als [ich] aus unruhigen Träumen erwachte“ (Kafka, F., Die Verwandlung, Morsbach/Sieg, 1984), wusste ich nebst meinen Mitschülern, dass ich mir heute (20.9.18) die Uraufführung „Die Verwandlung“ von Franz Kafka im Theater der Jungen Welt ansehen werde: Das Werk Franz Kafkas aus dem Jahre 1912, ein vielseitig bekanntes Stück mit einem enorm großen Raum an Deutungsmöglichkeiten.
Gespannt auf eine neue Version der Interpretation sah ich mir das für eine Theateraufführung relativ kurzes Stück (1 St. 10 Min.) doch gerne an.
Ein Tuchhändler namens Georg Samsa erwacht eines Morgens unfreiwillig als eine fürchterliche Gestalt. Eingesperrt im Zimmer, versucht Samsa zum Beispiel, seinen Arbeitgeber zufriedenzustellen oder gar am Ende einfach nur zu überleben. Alles wird natürlich erschwert von seiner ja fast gefühllosen Familie. Dies sorgt natürlich für einen nahrhaften Boden diverser Probleme und, auch im weiteren Verlauf, für deutlich große Schneeballeffekte. Franz Kafka verbindet mit seiner Parabel geschickt Welten von Gefühlszuständen: von Neid, Habgier und Eifersucht zu Trauer, Wut und Mitleid.

Müssen wir den „Faust“ verstehen? Sind wir damit überfordert?
Können wir nicht einen Faust, so wie Goethe erdacht, auf der Bühne sehen, damit wir ihn besser verstehen?
Dies sind eindeutig die falschen Fragen…. Oder?
Kurz nach der Premiere am 28.9.18 sahen wir mit 100 Schülern der Klassenstufen 12 und 13 im Schauspiel Leipzig am 5./6. Oktober einen umstrittenen „Faust“ als riesiges Fragment: ohne Herrn, personifizierten Mephisto, ohne Helena!
Es beginnt mit dem 5. Akt, 2. Teil und verharrt ausgiebig dann „Vor dem Tor“ („Osterspaziergang“).
Faust ist Mephisto und umgekehrt. Aus „ Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, [...]
(Faust I, Vers 1112f.) werden vier (Mangel, Schuld, Not und Sorge). Kommt uns das nicht bekannt vor: Selbstentgrenzung, Überforderung (s.o.), Angst…? Und das Volk als unsere Gesellschaft (hier als Chor dargestellt) ist ständig anwesend und mischt tüchtig mit.
Enrico Lübbe stellt uns einen schwer verdaulichen Faust vor, der natürlich mit uns zu tun hat. Bühnenbild, Kostüme und Choreographie strotzen vor Ideen, halten wach, Disput fördernd, haben wenig Nachsicht mit nicht geübten Theatergängern.
Und mit dem Solo des Gretchens am Ende fällt der Vorhang – Pause.

 

Berufliches Schulzentrum 1

der Stadt Leipzig

 

 

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