Am 02.Oktober 2020 ging die Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums des BSZ 1 auf Studienfahrt nach Zwickau. Ziel unseres Ausflugs war die 4. Sächsische Landesausstellung „Boom“, die 500 Jahre Industriekultur in Sachsen aufzeigt.

Zu Beginn unseres Rundgangs erfolgte eine kleine Einführung zur Vorgeschichte des Gebäudes, des Audi-Baus Zwickau. Die Führung „500 Jahre Industriekultur Sachsens“ begann mit der wirtschaftlichen Geschichte Sachsens in der Renaissance- und Barockzeit, die im Zusammenhang mit den Silberfunden im Erzgebirge auch das „Zweite Berggeschrey“ genannt wird. Um ein besseres Verständnis der Arbeitsumstände von Bergleuten im 15. Jahrhundert zu bekommen und nachvollziehen zu können, hat eine Wissenschaftlerin die Bewegungen dieser nachgestellt und visualisiert.

Nachdem wir uns intensiv mit der Wirtschaft innerhalb der Barockzeit beschäftigt hatten, gingen wir über zur Zeit nach dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763). Nach der Niederlage im Siebenjährigen Krieg war Sachsens Wirtschaft am Boden. Durch ein staatliches Wiederaufbauprogramm, in welchem die Textilindustrie eine große Rolle spielen sollte, wollte man einen wirtschaftlichen Aufschwung befördern. 51 Jahre später war Sachsen die größte industrielle Macht und die Textilproduktion mit Abstand der größte Wirtschaftszweig.

Einen guten Übergang zur Epoche der Hochindustrialisierung gab es mit der Erklärung, dass für die Textilherstellung mehr und mehr Maschinen gebraucht wurden. Der Maschinenbau führte so zu einem rasanten industriellen Fortschritt, der bis zum 1. Weltkrieg andauerte. Die Folgen der beiden Weltkriege und die entstehenden sozialen Konflikte durch Industrialisierung war Gegenstand eines weiteren Teils der Ausstellung.

Außerdem wurden oftmals Parallelen zu heutigen Wirtschaftsproblemen dargestellt, wie beispielsweise die Existenz von Kinderarbeit. Im letzten Teil unseres Rundgangs wurde detailliert erklärt, wie sich DDR und BRD unabhängig voneinander entwickelten. Nach dem Mittagessen hatten wir noch individuell Zeit, um im Erdgeschoss der Ausstellung beispielsweise mit VR-Brillen zu experimentieren, uns über moderne Technik zu informieren oder auch mehr über Handwerksberufe zu erfahren.

Es war eine interessante Ausstellung, welche uns mit unterschiedlichen Perspektiven Wissen in den Fächern Volks-und Betriebswirtschaftslehre und Geschichte vermittelte.

 

Rene Löffler und Shirin Vogel, VBWL 12-2

 

Berufliches Schulzentrum 1

der Stadt Leipzig

 

 

Wirtschaft und Verwaltung

 

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