Bericht von Markus Böhm

Dieses Jahr startete unser Projekt "Schwimmschule in Uganda".

Viele meiner Bekannten stellten mir zu aller erst Fragen wie: " Eine Schwimmschule in Afrika? Die haben doch nur Wüste!?" oder ganz banal: " Uganda, wo liegt denn das?"

Aus diesem Grund stelle ich zunächst Uganda als Land vor.

Uganda ist ein Land in Süd-Ost-Afrika. Angrenzende Länder sind im Norden der Sudan, im Westen die Demokratische Republik Kongo, im Süden Ruanda und Tansania und im Osten Kenia. Im Süden Ugandas liegt ein Teil des Victoria See´s, der größte See Afrika´s. Im Süd-Westen Ugandas liegt der Lake Bunyonyi der tiefste See Afrikas und der Ort wo wir unsere Schwimmschule errichten.

 

 

Das ganze Land liegt auf dem Äquator dementsprechend ist das Klima tropisch,

Auf das tropische Klima im Süden und in der Mitte des Landes wirkt sich aus, dass Uganda größtenteils auf einem Plateau um 1.000 m über dem Meeresspiegel liegt. Das Klima ist tropisch-warm, jedoch durch die Höhenlage deutlich gekühlt. Deshalb ist es weder übermäßig heiß, noch besonders kalt. Die Temperaturen schwanken zwischen 25 und 30°C tagsüber, nachts sind es meist um 17°C. Die Niederschläge (1.000–1.500 mm) sind auf das ganze Jahr verteilt, es gibt nur zwei trockenere Perioden (Dezember bis Februar und Juni bis August).

Die Geschichte Ugandas ist die Geschichte des modernen Staates Uganda und der Vorgängerreiche auf seinem Gebiet. Während die Reiche der Bantu und Hima auf Grund ihrer Schriftlosigkeit noch zur Vorgeschichte zu zählen sind, setzt die schriftlich überlieferte Geschichte etwa um die Mitte des 19. Jahrhunderts ein. Die bedeutendsten Mächte dieser Zeit sind die Reiche Buganda und Bunyoro. Zuerst gerät Buganda unter britischen Einfluss und 1896 wird ganz Uganda britisches Protektorat. 1962 wird dieses in die Unabhängigkeit entlassen. Die folgende Zeit kann grob in die Regierungszeiten der Diktatoren Milton Obote (1962 bis 1971 sowie 1980 bis 1985) und Idi Amin (1971 bis 1979) sowie des gemäßigteren Präsidenten Yoweri Museveni (seit 1986) unterteilt werden. Zahlreiche fossile Funde in verschiedenen Regionen des Ostafrikanischen Grabenbruchs legen übrigens den Schluss nahe, dass maßgebliche Prozesse der Menschwerdung sich im ostafrikanischen Raum abgespielt haben. So gilt für viele Anthropologen das Gebiet von Uganda und den Nachbarstaaten als die „Wiege der Menschheit".

 

In jüngerer Zeit hat sich das Land einem Demokratisierungsprozess geöffnet. Amtssprachen sind Englisch und Swahili, im autonomen Königreich Buganda auch Luganda; weitere 40 Sprachen werden im Alltag verwendet. Von 1966 bis 1986 unter den Regierungen von Milton Obote und Idi Amin war das Land geprägt von einem autoritären Regierungsstil, Gewalttätigkeiten, schweren Menschenrechtsverletzungen, bürgerkriegsartigen Zuständen und einem wirtschaftlichen Niedergang. Unter Idi Amin wurden zudem alle Bewohner asiatischer Abstammung des Landes verwiesen. Seit 1986 wird das Land von Yoweri Kaguta Museveni regiert, auch unter seiner Regierung kam es zu Menschenrechtsverletzungen und einer Verwicklung in interne militärische Auseinandersetzungen in den Nachbarländern, dennoch setzte eine gewisse Beruhigung und wirtschaftliche Erholung ein.

Ich selbst bin über einen Freund zu dem Projekt gekommen dieser hat das Projekt auch ins Leben gerufen.

Ich Markus Böhm (24) war schon immer begeistert vom Reisen und neuen Freundschaften sowie anderen Kulturen/Lebensweisen.
Alles fing also an mit dem Wunsch neues zu entdecken.2015 begann ich meine Ausbildung zum Verkäufer in einem Outdoorladen, für mich der richtige Schritt weil ich nun mein Hobby mit meinem Beruf vereinen konnte. Nach meinem Abschluss packte ich meinen Rucksack und Reiste das nächste Jahr kreuz und quer durch Asien.
Zurück in Deutschland begann ich meine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann im tapir, hier in Leipzig. Wenig später erzählte mir mein Freund von seinem Vorhaben in Uganda. Ich war sofort überzeugt und da er das Vorhaben finanziell nicht allein stemmen konnte wurde ich zum Miteigentümer eines Grundstückes in Uganda.

Baulich konnten wir aufgrund der Regenzeit aber nur von anfang Januar bis mitte März aktiv sein. Was mich in schwierigkeiten brachte, da dies in Konflikt zu meiner Ausbildung stand. Nach kurzer Rücksprache mit meinem Ausbildungsbetrieb sowie der bsz1 konnte ich glücklicher weise meinen Flug buchen, da sich beide bereit erklärten mich Freizustellen. Danke nochmals dafür!

Zum Projekt:

Mein Freund ist seit 7 Jahren in Uganda aktiv, anfangs als Reisender später immer mehr in Projekte verwickelt. Letztes Jahr half er einem Bekannten die Solaranlage auf sein Hausdach zu montieren. Er war so beeindruckt von der Umgebung dass er beschloss zu bleiben. Nach einigen Gesprächen hört er heraus das ein Großteil der Bevölkerung am Lake Bunyonyi nicht schwimmen können. Obwohl viele Menschen mit und von dem See leben. Die gemeinde Rutinda sprach sich auch positiv für sein Projekt aus. Nachdem das richtige Grundstück gefunden war ging es letztes Jahr schon daran das Land grob zu erschließen. Danach wurde das Grundgerüst für das Haus errichtet. Dieses Jahr waren wir mit 10 Helfern vor Ort um den Bau des Hauses abzuschließen. Dies hatte oberste Priorität da es unabdingbar ist um das ganze Jahr Vorort sein zu können, auch während der Regenzeit. Anfang Dezember werden wir zurück sein um mit dem Bau der Schwimmschule zu beginnen.

Warum das alles?

Wir wollen Kindern wie auch Erwachsenen unabhängig von Glauben/Stand/Abstammung oder Geschlecht die Chance geben zu wachsen und Erfolge zu feiern. Außerdem unserer Gemeinde am Lake Bunyonyi etwas zurück geben die uns so herzlich in ihre Mitte aufgenommen hat. Wir wollen tödliche Unfälle auf dem See verringern.

Mein Fazit nach dem ersten Jahr, vor uns liegt noch eine Menge Arbeit! Vollendet wird die Arbeit wohl auch nie sein, denn es gibt immer etwas zutun oder zu entdecken.

 

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