Immobilienkaufleute für den Regenwald

Was haben Nutella, Waschmittel und Lippenstifte gemeinsam, außer dem hohen Stellenwert in unserem täglichen Leben? Sie enthalten Palmöl. Kein anderer Rohstoff wurde und wird so heiß diskutiert wie Palmöl. Die Palme, ergiebig wie keine andere Ölpflanze, wird hauptsächlich in mehreren Hundert Hektar großen Monokulturen angebaut. Dafür weichen müssen tropischer Regenwald, indigene Völker und endemische (also ausschließlich dort beheimatete) Pflanzen- und Tierarten. Für mehrere Stunden durften wir, die GW16a, die Biologin und Umweltaktivistin Cindy Höll von „Orang-Utans in Not“ bei uns begrüßen und ausfragen. Das vier Wochen umfassende Projekt zu je einer Wochenstunde stand im Zeichen des Argumentierens und Diskutierens in verschiedenen Interessengruppen.
1. STUNDE: Beginn des Projektes mit einem Vortrag von Cindy Höll über den Anbau, Abbau und die Verwendung von Palmöl, unterstützt von Präsentationen und Lesebeiträgen zum eindringlichen Verständnis der Problematik. Aufmerksames Zuhören, offene Fragen und Bestürzung über die menschenverachtenden Umstände auf den Plantagen und den Umgang mit dem tropischen Regenwald waren überwiegende Reaktionen. Wir waren doch ziemlich überrascht, wie viele alltäglich genutzte Produkte dieses Palmöl enthalten. Teilweise versteckt, denn nicht immer steht  unmissverständlich drauf, was auch drinsteckt. Versucht uns die Industrie vom Hinterfragen der Produkte abzuhalten?


2. und 3. STUNDE: Aufteilung in verschiedene Interessengruppen in Vorbereitung auf eine standpunkterläuternde Argumentation mit anschließender gruppenübergreifender Diskussionsrunde. Ausreichend Material und Vorbereitungszeit wurde zur Verfügung gestellt für das doch breit gefächerte Problem.
4. STUNDE: Das Projekt erreichte seinen Höhepunkt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten entfachte mehr und mehr eine brennende Standpunktvertretung, die würdig war, als echte Diskussion betitelt zu werden. Alle Gruppen waren sehr gut vorbereitet und wurden von einer ebenfalls hervorragenden Expertengruppe von Schülern geleitet und geordnet.
Weiterhin darf erwähnt werden, dass in dieser Stunde ein Scheck des Fördervereines des BSZ 1 zur Unterstützung der Bildungsarbeit der Organisation „Orang-Utans in Not“ überreicht wurde.
Wer jetzt - wie auch wir - ins Grübeln gekommen ist und noch Weiteres wissen möchte, kann unter den nachfolgend aufgeführten Links mehr zur Problematik rund um das Palmöl und auch zu alternativen Produkten finden
(https://www.orang-utans-in-not.org/de/; http://www.umweltblick.de/index.php/branchen/produkte-ohne-palmoel/; http://www.forum-palmoel.org).
Vielen Dank an Frau Höll und Frau Kirkamm für diese besondere Art von Unterrichtsgestaltung mal fernab von Immobilien. Wir bedanken uns für die lehrreichen, verblüffenden und auch schockierenden Momente bei der Erarbeitung und Erfüllung der Aufgaben.

Max Mühlner (GW 16a)

Zum Anfang